Aktuelles zum Schaden an der Dampflok ‚Bieberlies‘

29. August 2008 | von Michael Koopmann | Kategorie Aktuelles, Arbeiten, Fahrzeuge | Keine Kommentare »

Durch einen Schaden an unserer Dampflok Nr. 60 ‚Bieberlies‘ mussten die Museumszüge an den letzten Fahrtagen mit unserer Diesellok V11 ‚Zukunft‘ gefahren werden. Leider ist zurzeit die Länge der Reparatur nicht ganz abzusehen.

Im Kessel der Dampflok sind mehrere Heizrohre durch Punktkorrosion undicht geworden. Diese werden aktuell durch unsere Mitglieder ausgebaut und getauscht. Leider ist nicht absehbar, wie groß die Korrosionsschäden an den anderen Rohren sind. Eventuell müssen sämtliche Kesselrohre durch eine Fachfirma ausgetauscht werden. Dies würde eine Ausfall unserer Dampflok für mindestens den Rest des Jahres bedeuten und einen recht hohen finanziellen Aufwand für unseren Verein. Dieser finanzielle Aufwand würde nur durch Unterstützung in Form von Spenden aufzubringen sein. Aktuell gehen wir aber noch davon aus, dass wir diesen Defekt durch unserer eigenen ‚Kräfte‘ beheben können. Eventuell ist sogar schon ein Betrieb am kommendem Fahrtag, dem Kartoffelfest, möglich. Auf dieser Seite halten wir sie natürlich zum Stand der Arbeiten auf dem Laufenden.

Auch ohne Dampflok würden wir uns sehr freuen wenn Sie uns an den kommenden Fahrtagen besuchen. Der Museumszug wird dann von unserer Diesellok V11 ‚Zukunft‘ aus dem Braunkohletagebau ‚Zukunft‘ Eschweiler gezogen. Desweiteren bieten wir wieder einiges an interessanten Aktionen: z.B. das Kartoffelfest am 7. September mit Bauernmarkt und dem parallel stattfindenen Flugplatzfest. Bitte bedenken Sie auch: Nur durch die Einnahme aus Fahrkartenverkauf und Gastronomie können wir die Museumsbahn betreiben und Fahrzeuge wie Dampflokomotiven aufarbeiten und betreiben.

Details zum Aufbau und zur Technik einer Dampflokomotive finden Sie in diesem Artikel in der Wikipedia oder sehr umfangreich unter www.dlok.de

Für die Erzeugung des erforderlichen Wasserdampfes unter den beim Eisenbahnbetrieb ständig wechselnden Betriebsbedingungen eignet sich am besten ein Großraumwasserkessel mit vielen Heizrohren. Ein solcher Kessel hat eine große Verdampfungsoberfläche und ist unempfindlich gegen unregelmäßige Dampfentnahmen und den damit verbundenen Druck- und Wasserstandsschwankungen. Der klassische Dampflokomotivkessel besteht aus dem Hinterkessel mit der vollständig von einem Wassermantel umgebenen Feuerbüchse, dem meist aus mehreren Kesselschüssen bestehenden Langkessel und der Rauchkammer mit eingebauter Saugzuganlage und Schornstein zur Feueranfachung. Bei diesem Konstruktionsprinzip handelt es sich um den sogenannten Stephensonschen Röhrenkessel.

In der Feuerbüchse wird die bei der Verbrennung erzeugte Wärme direkt an die Feuerbüchswände und das dahinter umlaufende Kesselwasser abgegeben. Man spricht hier von der Strahlungsheizfläche. Die entstehenden warmen Rauchgase durchströmen dann die im Langkessel eingebauten Heizrohre und geben dabei die Wärme an die Rohrwandungen ab. Die Summe der Fläche der Rohrwandungen bildet die Rohrheizfläche. (…)

Zur Entnahme möglichst trockenen Dampfes und zur Vermeidung des Überreißens von Kesselwasser befinden sich auf dem Scheitel des Langkessels ein oder zwei Dampfdome. In einem Dampfdom ist meist der für die Regulierung der Dampfzufuhr der Maschine zuständige Naßdampfregler eingebaut. Der erzeugte Nassdampf mit einer vom Kesselüberdruck abhängigen Temperatur von 170 bis 200 Grad Celsius ist eine Mischung aus Dampf und feinsten Wassertropfen.

Quelle Wikipedia

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