Aktuelles zur Streckensperrung

18. Juni 2012 | von Michael Koopmann | Kategorie Aktuelles | Keine Kommentare »

Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“ – Nur so kann man derzeit unsere Situation beschreiben. Die Arbeiten an unserer Dampflok „Bieberlies“ verzögern sich aus verschiedensten Gründen leider immer weiter, einige unserer Waggons dürfen derzeit nicht eingesetzt werden und nur die Hälfte unserer Bahnstrecke kann befahren werden.

Leider wird auch weiterhin unserer Museumszug nur zwischen Hüinghausen und Seissenschmidt fahren können. Grund hierfür ist weiterhin ein Hangrutsch Ende letzten Jahres der durch Bauarbeiten bei der Firma Seissenschmidt verursacht wurde. Derzeit wird durch einen gerichtlichen Gutachter die Schuldfrage zwischen der Seissenschmidt AG und den Baufirmen geklärt.

Für die Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma Seissenschmidt wurde in Abstimmung mit uns 2011 Arbeiten an dem Bahndamm hinter dem Bahnhof Seissenschmidt durchgeführt. Diese Arbeiten wurden durch ein endsprechendes Fachbüro geplant und sollte keine Einflüssen auf unseren Bahnverkehr haben. Aus derzeit ungeklärtem Grund ist während der Arbeiten auf einer Länge von rund 60 Metern der Hang abgerutscht. Durch diesen Erdrutsch sackte u.a. der Weg unterhalb unserer Bahndamms um rund anderthalb Meter ab. Auch unsere Strecke sackte deshalb ab weshalb wir diese für den Verkehr sperren musste. Grund für das Abrutschen war offenbar Wasser das den Hang durchtränkt hatte und instabil machte.

Voraussetzung für die Wiederinbetriebnahme unserer Strecke ist die Errichtung einer Stützmauer/Trägerbohlwand am Steilhang oberhalb des erweiterten Werkzeugbaus der Seissenschmidt AG. Die Baukosten dieser Stützmauer werden ca. 800 000 Euro betragen. Die Seissenschmidt AG ist hier schon in Vorleistung gegangen und die Ausschreibung für die Arbeiten sind bereits erfolgt. Die beauftragte Firma kann das Bauwerk aber erst errichten, wenn das „gerichtliche Beweissicherungverfahren“ abgeschlossen ist. Durch einen Gutachter muss hier die Schuldfrage geklärt werden um vor allem die Kostenübernahme zu klären.

Derzeit muss davon ausgegangen werden das sich die Arbeiten bis zum Herbst diesen Jahres hinziehen werden und bis dahin wir nur bis zum Haltepunkt Seissenschmidt fahren können.

Für unseren Verein besteht zum Glück durch diesen Schaden keine Betriebs- oder gar Existenz gefährdenden Situation. Die Schadensregulierung ist absehbar und für uns entsteht nur überschaubarer Aufwand. Natürlich ist die aktuelle Situation trotzdem für uns ärgerlich und demotivierend. Dadurch das derzeit nur die halbe Strecke (damit nur ca. 1,3 km Fahrstrecke) angeboten werden können ist ein deutlicher Rückgang der Fahrgastzahlen und damit der Fahrgeldeinnahmen spürbar. Verstärkt wird dies durch unsere defekte Dampflok Bieberlies. Traurig ist weiterhin das wir zu unserem 30 Vereinsjubiläum somit nur einen Teil unseres Betriebes vorstellen können.

Wir würden uns aus diesem Grund weiterhin über viele Besucher in unseren Zügen sowei im Bahnhofs-Cafe und Biergarten freuen die uns trotz der kurzen Fahrtstrecke besuchen. Nur durch diese Einnahmen können wir den Betrieb unserer Museumsbahn finanzieren und aufrechterhalten. Im nächsten Jahr können wir Ihnen dann wieder einen vollständigen Betrieb darstellen.

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