Geschichten von den Nikolausfahrten

29. Oktober 2014 | von Michael Koopmann | Kategorie Aktuelles, Fahrtage | Keine Kommentare »

25 Jahre Nikolausfahrten

Zum 25sten Mal finden in diesem Jahr unsere Nikolausfahrten statt! Unzählige Familien haben uns über die 25 Jahre die Treue gehalten und sind mit ihren Kindern in unserem Museumszug mitgefahren.

In diesen 25 Jahren sind rund 50.000 Fahrgäste in unseren Nikolauszügen mitgefahren. Unzählige Kinder haben Gedichte geübt und dem heiligen Mann vorgetragen. Viele Kinder die vor der Fahrt noch behaupteten das es den Nikolaus nicht gibt kamen nach der Fahrt ins Grübeln. Ganz viele Familien erlebten einen wunderbaren Nachmittag bei uns am Bahnhof. Kinder die damals von unserem Nikolaus beschenkt wurde, fahren heute mit ihren eigenen Kindern im Nikolaus-Sonderzug.

Was haben Sie in unserem Nikolaustag erlebt? Schreiben Sie uns doch ihre Erlebnisse in oder um unserem Nikolauszug. Hier in den Kommentare, per Email oder auf Facebook.

Wir beginnen mit 3 Geschichten von unseren Mitglieder:

Der vergessene Nikolaus

10 NikolausGroße Augen machten die kleinen und großen Fahrgäste 1994, als nach der Fahrt der Nikolaus in Hüinghausen sich den Zugführer vorknöpfte. Was war passiert?

Der Nikolaus und in diesem Jahr auch der Knecht Ruprecht mussten unterwegs die Personenwagen wechseln, um auch dort die Kinder zu bescheren. Dies geschah zum ersten Mal im Bahnhof Seissenschmidt in tiefer Dunkelheit. Nun, bei einer dieser Umsteigerei hatte der Zugführer im Eifer nicht gesehen, dass die beiden noch nicht umgestiegen waren, sondern am Bahnsteig standen. Der Zug wäre also ohne sie abgefahren, hätte nicht ein Zugschaffner eingegriffen. Dass konnten der Nikolaus und sein Knecht sich nicht gefallen lassen, und so gab es in Hüinghausen „Schimpfe und Drohungen“ mit der Rute für den armen Zugführer.

Der geplünderte Nikolausteller

von Ulrich Kodinger

Das genaue Jahr weiß ich nicht mehr, aber es geschah in unserer Anfangszeit:
nikolaus02Alle Nikolausfahrten waren wunderbar verlaufen, alle waren zufrieden mit ihren Tüten. Nun war der allerletzte Zug abfahrbereit am Bahnhof Hüinghausen mit einigen wenigen Fahrgästen. Alle warteten auf den Nikolaus, der die letzten Tüten zählte.
Plötzlich kam der Zugführer auf mich zu und meldete aufgeregt, dass drei Kinder mehr in seinem Zug saßen, als der Nikolaus Tüten bereit hatte. Was tun?
Ich bat den Triebfahrzeugführer, ja sehr langsam zu fahren, stürzte in mein Auto und düste nach Hause. Gott sei Dank ist Holthausen ja nicht so weit entfernt. Zu Hause plünderte ich die Nikolaus Teller meiner Kinder, füllte drei Not Tüten und fuhr zurück zum Nikolauszug. Am Bahnübergang Elsetalstraße erwischte ich den Triebwagen und überreichte dem Nikolaus die fehlenden Tüten. Große Erleichterung bei allen Beteiligten, besonders bei den drei kleinen Fahrgästen. Die hatten sich schon von den Eltern anhören müssen, dass sie bestimmt nicht artig genug gewesen seien!

Seit dem sind immer viele Reservetüten am Bahnhof.

Nikolausgedicht

aufgesagt von Urs Günther während einer Nikolausfahrt 1998

dezember08Heute kommt der Nikolausfahrt
Aber nicht zu uns nach Haus
Sondern in die Eisenbahn
Will ein Stückchen mit uns fahrn
Kann zwar heut den Dampf nicht sehn
Aber das muss man verstehn
Bieberlieschen, welche Not
Ist nicht dicht an Bauch und Schlot
Also lieber roter Mann
Streng dich mal ein bisschen
Damit sie wieder fahren kann
Danke wollen wir dir sagen
Für die mitgebrachten Gaben
Heute war es wieder schön
Tschüss, Ade, Auf Wiedersehn

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