Diesellokomotive V 10 „ZUKUNFT“

Nr. 10 der Rheinischen Braunkohlen- und Brikettindustrie AG, Grube Eschweiler

Die Maschine gehört zu einer Serie von elf zweiachsigen Lokomotiven üblicher Bauart mit Flüssigkeitsgetriebe und Kettenantrieb, welche die Essener Firma Krupp in den Jahren 1954 bis 1958 an die Braunkohlen-Industrie AG für den Tagebau „ZUKUNFT“ in Eschweiler geliefert hatte. Sie war 1957 mit der Fabriknummer 3818 gebaut worden. Als Antriebsanlage ist ein luftgekühlter Zwölfzylindermotor der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz eingebaut.

Nach der Fusion der verschiedenen Braunkohlenbetriebe zu den Rheinischen Braunkohlen-Werken (RBW) wurde die Maschine in die neue Betriebsnummer 172 umgezeichnet, blieb aber bis zum Verkauf im Bereich des Tagebaus Eschweiler eingesetzt. Im Jahr 1972 wurde sie zusammen mit der Schwesterlok 173 an den Tagebau Wölfersheim der Preussen-Elektra verkauft. Dort war sie unter der neuen Betriebsnummer 8 vornehmlich im Bauzugdienst und als Reservefahrzeug für die E-Loks eingesetzt. Nach der Stilllegung des Betriebes und dem Abbau der Gleisanlagen konnten wir die Lok am 31.07.1992 erwerben. Nach der erforderlichen Hauptuntersuchung, welche auch die erforderliche Umspurung von 900 mm auf 1000 mm Spurweite einschloss, konnte die Maschine dem Betriebsdienst übergeben werden.

Technische Daten:  
Hersteller Krupp
Fabriknummer 3818
Baujahr 1957
Bauart Bdh
Typ
Leistung (PS/Zugkraft) 200/
Motor KHD A 12 L 614
Getriebe Krupp 2 K L 1,0 Z
Dienstgewicht 24,0 t
Treibstoffvorrat 400 l
Raddurchmesser 950 mm
Achsstand 2196 mm
LüP 6900 mm
Höchstgeschwindigkeit 33 km/h
Bremsen K-Br/Hbr
Bremsgewicht 14,5 t