Iserlohner Kreisbahn

Am 5. August 1900 eröffnete die Westfälische Kleinbahn AG, später Iserlohner Kreisbahn AG, ihre 1. elektrische Straßenbahnstrecke zwischen Hagen (Stadtgrenze) und Hohenlimburg. Bis 1909 stellte die Westfälische Kleinbahn durch Streckenausbauten, aber auch durch Streckenverkäufe das Rückrat der IKB, die Ost – West Verbindung von Hohenlimburg über Lethmathe und Iserlohn bis Hemer fertig. Um die Industriebetriebe im Altenaer Nettetal an das Schienenetz anzuschließen, baute die „Westfälische“ von Westig aus einen als Kleinbahn konzessionierten Anschluss, die Kleinbahn / Eisenbahn Westig-Ihmert-Altena (1913-1926). Als zweite Güterbahn stieß die Iserlohner Güterbahn GmbH 1929 dazu, die eine Verbindung zwischen dem Übergabebahnhof Iserlohn und den Iserlohner Betrieben knüpfte. 10 schwere, urtümlich wirkende AEG-Güterloks wickelten den regen Güterverkehr ab.

Am 28. Juli 1942 erfolgte die Umbenennung in Iserlohner Kreisbahn. Das Bahnnetz umfasste die Stammlinie von Hohenlimburg über Grüne, Iserlohn und Westig bis Niederhemer mitsamt der Abzweigung in Richtung Sundwig-Deilinghofen, außerdem die nach Norden anzweigende Strecke zur Iserlohner Heide und die nach Süden abgehende Streckenäste in Richtung nachrodt (ab Grüne), Ihmert (ab Westig) und das davon südlich liegende isolierte Streckenstück im Nettetal zwischen Altena und Dahle bezw Evingsen. Zwischen 1955 und 1964 wurde sie etappenweise stillgelegt und abgebaut und geriet in Vergessenheit.

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Literatur

  • Peter Müller/Günter Stalp: Unsere gute alte Straßenbahn. Eine Reise in die Vergangenheit; Iserlohn 1995; ISBN 3-922885-78-0
  • Gerd Wolff/Lothar Riedel: Deutsche Klein- und Privatbahnen Band 5: Nordrhein-Westfalen; EK-Verlag, Freiburg 1988; ISBN 3-88255-662-5