Plettenberger Kleinbahn


1896 wurde die Plettenberger Straßenbahn, später die Plettenberger Kleinbahn AG eröffnet. Zunächst gab es die Stammbahn zwischen Eiringhausen und dem Maiplatz in der Stadtmitte. Hier gabelte sich die Strecke zur Herscheider Straße und zur Uhlandstraße. 1902 wurde in der Herscheider Straße die Elsetalbahn weitergeführt, 1903 von der Uhlandstraße die Oestertalbahn. 1962 wurde die Plettenberger Kleinbahn stillgelegt und abgebaut.

Durch die zahlreichen Fabrikanschlüsse im Stadtgebiet fuhr die PKB mit ihren Kastenloks wie eine Straßenbahn auf den Straßen. Auf Rollwagen brachte sie unermüdlich regelspurige Güterwagen zu den Firmen im Stadtgebiet und zurück nach Eiringhausen, wo der Anschluss zur Ruhr-Sieg-Strecke bestand. Ab 1915 war Oberstadt der offizielle Übergabebahnhof. Personenverkehr fand im bescheidenen Rahmen statt und musste sich dem Güterverkehr unterordnen. Beliebt waren die sonntäglichen Bahnausflüge zur Oestertalsperre in Himmelmert.

Viel ist nicht von der Plettenberger Kleinbahn übrig geblieben. Eine einzige Kastenlok, die Lok3 (II.) fährt beim Deutschen Eisenbahn-Verein in Bruchhausen-Vilsen und die Märkische Museums-Eisenbahn e.V. besitzt seit 2008 einen frisch restaurierten offen Güterwagen Nr. 31.

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Literatur

  • Wolf Dietrich Groote: Die Plettenberger Kleinbahn; Kenning, erw. Neuauflage, Nordhorn 2002; ISBN 3-933613-56-6
  • Gerd Wolff/Lothar Riedel: Deutsche Klein- und Privatbahnen Band 5: Nordrhein-Westfalen; EK-Verlag, Freiburg 1988; ISBN 3-88255-662-5